Organspende ist Gemeinschaftsaufgabe


22.03.2017

München/Bad Heilbrunn. Unter Beteiligung der m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn fand anlässlich des 134. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München am Mittwoch, 22.03.2017, traditionell der Organspendelauf statt. Ziel der Veranstaltung ist, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den weiterhin bestehenden Organmangel in Deutschland zu richten, der zur Folge hat, dass hierzulande einer der über 10.000 „gelisteten“ Patienten beispielsweise mit 8 bis10 Jahren etwa viermal so lange an der Dialyse auf eine gespendete Niere warten muss, wie in anderen Ländern.

Trotz des tagsüber sehr regnerischen und kühlen Wetters fanden zahlreiche Kongressteilnehmer, Betroffene und andere sportlich Aktive den Weg zum Lauf am Internationalen Congress Center München. Hier wurde in ungezwungener Atmosphäre der Startschuss gegeben für Strecken über 9,6 km, 4,8 km und die Staffel über 4 Mal 1,2 km.

Eine Besonderheit hierbei waren die von Peter Kreilkamp (TransDia Sport e.V.) organisierten Staffel-Teams: diese wurden von Betroffenen gebildet , also Dialysepatienten, als auch bereits Transplantierten und dem „Versorgungssystem“. Transplantation wird nämlich nur durch die Zusammenarbeit vieler Professionen und Strukturen möglich.

Stellvertretend für die politischen Rahmenbedingungen war Leitender Ministerialrat Dr. Hans Neft dabei, der spontan sogar die kurze Einzeldistanz bewältigte. Die Transplantation selber wurde vertreten in Organisation und Koordination von Thomas Biet von der DSO (Deutsche Stiftung Organstransplantation), die Durchführung und Primärversorgung von PD Dr. Manfred Stangl und PD Dr. Antje Habicht (Transplantationszentrum Großhadern). Tobias Lau, Oberarzt der Abteilung Innere Medizin/Nephrologie, Transplantationsnachsorge der m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn, vervollständigte das Team stellvertretend  für Nachsorge und postoperative Rehabilitation und Wiedereingliederung in Alltag und Arbeitsleben. Die Stimmung unter den Akteuren war ausgezeichnet und getragen vom gemeinsamen Gedanken.

„Es ist bewundernswert, wie meine „nierenkranken“ Mitläufer mit Ihrer Erkrankung umgehen. Und mich freut immer wieder, wieviel Engagement aufgebracht wird von Menschen auch nach ihrer Transplantation und auch vom System, wie der Politik, der DSO und natürlich von den Transplanteuren wie zum Beispiel unserem langjährigen Kooperationspartner Großhadern“, sagte Tobias Lau von der Fachklinik Bad Heilbrunn.

Foto (von Peter Kreilkamp) von links nach rechts:
Dr. Hans Neft (Gesundheitsministerium), Thomas Biet (DSO), Stephan Müller (TransDia Sport e.V.), Tobias Lau (Fachklinik Bad Heilbrunn), PD Dr Antje Habicht (Klinikum Großhadern), Ulrich Ahammer (TransDia Sport e.V.), PD Dr. Manfred Stangl (Klinikum Großhadern), Peter Kreilkamp (TransDia Sport e.V.)

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