Pflege

Die personellen, fachlichen und organisatorischen Ansprüche an den Pflegedienst in der Rehabilitationsmedizin mussten sich in den letzten Jahren erheblichen Veränderungen unterziehen.

Die Gründe hierfür liegen u. a. in einem deutlichen Wandel des Krankheitsspektrums sowie auch in einem veränderten Gesundheits-verständnis innerhalb unserer Gesellschaft. Darüber hinaus sind diese Entwicklungen primär durch den Zwang zu ökonomischem Handeln nach dem Prinzip, die verfügbaren Ressourcen hocheffizient einzusetzen, geprägt.

Dies zieht im beginnenden DRG-Zeitalter (DRG: Diagnosis Related Groups = diagnosebezogene Fallgruppen), d. h. unter den Bedingungen eines pauschalisierenden Abrechnungssystems, eine umfassende Kooperationsbereitschaft unserer Klinik nach sich, insbesondere mit den Kostenträgern, den Einweisern (Akuthäusern, Arztpraxen etc.) und den weiterführenden Einrichtungen, wie Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten.

Bedingt durch diese Entwicklungen zeigt sich ein vielfältiger Aufgabenbereich unseres Pflegedienstes. Einerseits besteht das Bewusstsein des professionellen Dienstleistungscharakters unseres Handelns, andererseits eine liebevolle zugewandte Begleitung und Pflege der Patienten.

Im Zuge unseres 24-Stunden-Managements ist das generelle Ziel, alle medizinisch-therapeutisch-pflegerischen Aktivitäten während des Klinikaufenthaltes auf den praktischen Lebensalltag der Patienten auszurichten.

  • Personal
  • Aufgaben/Tätigkeiten
  • Personalentwicklung

In allen Fachabteilungen unserer Klinik wird ausschließlich examiniertes Pflegepersonal eingesetzt.

Es wurde besonders darauf geachtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, die breit gefächerte und abteilungsbezogene Berufserfahrungen mitbringen. Dies sichert unter anderem einen fundierten Kenntnisstand im Sinne der gesamten Behandlungskette, die vom Akutkrankenhaus über die Rehabilitation bishin zur ambulanten Versorgung reicht.

Unser Personal wird von geschulten PflegehelferInnen, Stationsassistentinnen, KFD (Klinikfreiwilligendienstlern) und MitarbeiterInnen im FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) unterstützt.

Zusätzliche Entlastung erfolgt durch unseren zentralen HOB (Hol- und Bringdienst). Neben der Hauptaufgabe, die hilfebedürftigen Patienten zu ihren Terminen zu begleiten, organisiert dieser auch z. B. interne Umzüge.

In unserer Klink werden im breiten Fachspektrum Patienten behandelt, deren Erkrankungen eine differenzierte Pflege nach sich ziehen.

Dies umfasst eine allgemeine Begleitung und Partnerschaft unter Beachtung der psychosozialen Situation sowie co-therapeutische Aufgaben bis hin zu Intensiv-Rehabilitationspflege von schwerstbetroffenen Menschen. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, wird pflege- und prozessorientiert nach speziellen Therapiekonzepten wie Bobath, Kinästhetik und Basale Stimulation gearbeitet.

Neben den klassischen Krankenpflegearbeiten werden Anleitungen zur Selbsthilfe vermittelt oder in Zusammenarbeit mit der interdisziplinären Gruppe (Krankengymnastik, Ergotherapie, Psychologie, Sozialdienst etc.) alltagsbezogene Trainings durchgeführt.

Ebenso ist die Angehörigenarbeit signifikanter Bestandteil des Pflege- bzw. Rehabilitationsprozesses. Hierbei werden für Verwandte und nahe Bekannte Schulungen für die Betreuung zu Hause durchgeführt.

Alle Aufgaben und Tätigkeiten werden geplant und im Zuge des Pflegeprozesses zielgerecht umgesetzt.

Die Personalentwicklungsplanung beinhaltet die Schwerpunkte "Fachpflege für Rehabilitation" und "Managementfähigkeiten".

Die Inhalte richten sich an Themen aus wie "Messbarer (Pflege-)Behandlungserfolg", "wirtschaftlicher Umgang mit den gegebenen Mitteln" sowie "Personalführung und -einsatzplanung".

Eines unserer Ziele ist es, die persönliche, soziale und fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter/-innen auf einem hohen Niveau zu halten und weiterzuentwickeln. Hierfür ist auf Basis einer umfassenden Qualifikationserhebung 2002 ein standardisiertes Fort- und Weiterbildungsprogramm mit national und zum Teil international anerkannten und zertifizierten Kursen erfolgreich entwickelt worden.

Alle Fortbildungsangebote können auch von Kolleginnen und Kollegen anderer Kliniken und Einrichtungen kostengünstig wahrgenommen werden.

Als fundierte Ergänzung besteht im Einzelfall die Möglichkeit, an einer berufsbegleitenden 2-jährigen Weiterbildung zur "Fachschwester/zum Fachpfleger für Rehabilitation" (DKG-anerkannt) teilzunehmen.

Weiterbildungslehrgänge für unsere Stationsleiter/-innen und die individuelle Förderung einzelner Mitarbeiter/-innen tragen ebenso dazu bei, die Arbeit des Pflegedienstes permanent zu verbessern.

Alle Aktivitäten und Maßnahmen sind integrativer Bestandteil des internen Qualitätsmanagements unserer Klinik.

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