Normaler Schluckvorgang

Unter Schlucken versteht man das Befördern unterschiedlichen Materials, wie z. B. Speichel, Sekret, Nahrung oder Flüssigkeit, vom Mund über den Rachen (Pharynx) und die Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen.

Ein intakter Schluckvorgang ist von lebenswichtiger Bedeutung und muss pro Tag durchschnittlich mehr als 1000 Mal fehlerfrei ablaufen.

Schlucken ist ein Vorgang, dessen Abläufe unter physiologischen Gesichtspunkten nicht strikt zu trennen sind, sondern vielmehr fließend ineinander übergehen. Dennoch hat sich in der Literatur eine Einteilung in vier Schluckphasen bewährt. Dies erleichtert das Verstehen des Schluckablaufs.

Man kann vier Schluckphasen unterscheiden:

1. Orale Vorbereitungsphase
In der oralen Vorbereitungsphase wird die Nahrung in den Mund aufgenommen, und es findet eine Analyse statt, ob das zugeführte Material genießbar ist. Danach wird die Nahrung durch Kauen und Einspeicheln soweit vorbereitet, dass sie die geeignete Konsistenz zum Abschlucken aufweist. Die schluckfertige Portion nennt man „Bolus“.

2. Die orale Transportphase
Die zu einem Bolus geformte Nahrung wird über die Hinterzunge in den Rachen transportiert.

3. Pharyngeale Phase
Der Bolus wird durch eine reflexgesteuerte Bewegungskette durch den Rachen in die Speiseröhre transportiert. Automatisch verschließen sich während dieses Vorgangs die Atemwege, um zu verhindern, dass Speichel, Nahrung oder Flüssigkeit in die Luftröhre eindringen.

4. Ösophageale Phase
In der ösophagealen Phase erfolgt der Bolustransport durch die Speiseröhre bis zum Mageneingang.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte gegebenenfalls zu personalisieren und optional die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren.
Sie akzeptieren unsere technisch notwendigen Cookies, wenn Sie fortfahren diese Webseite zu nutzen.
  • img
  • img
  • img
icon