Bobath

1. Allgemeines (Geschichtliches, Definition etc.)

Das Bobath-Konzept ist ein Ansatz zur Problemlösung in der Befundaufnahme und Behandlung von Personen mit Störungen von Bewegungen und Funktion, verursacht durch eine Schädigung im Zentralnervensystem.

Entwickelt wurde das Bobath-Konzept durch das Ehepaar Bertha Bobath (Gymnastiklehrerin) und ihrem Mann Karel Bobath (Arzt). Sie entdeckten durch Zufall, während einer Behandlung an hemiplegischen Patienten (d. h. Patienten mit vollständiger Lähmung einer Körperhälfte), dass Spastizität beeinflussbar ist 1951 kam es dann zur Gründung des “Bobath-Centre“ in London.

2. Behandlungsgrundlagen

  • Tonusregulation (z. B. Muskeltonussenkung bzw. Funktionsanbahnung)
  • Vermeidung von Kompensation
  • dynamische Rumpfaufrichtung
  • Anbahnung von Bewegungen wie Drehen, Transfers und Gehen
  • Aktivierung von funktionellen Gelenk- und Körperstellungen, z. B.
    Kniekontrolle
  • eine stabile Körperhaltung, wie Sitzen und Stehen, bei gleichzeitiger Vermeidung von pathologischen Tonusstörungen
  • Sensorik und Wahrnehmung sind wichtige Voraussetzungen für eine ökonomische Bewegung.

Die Bobaththerapie sollte Idealerweise als 24-Stunden-Konzept geführt werden, in dem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden sowie die Angehörigen eng zusammenarbeiten.

3. Ziele

Das Ziel der Behandlung ist die Wiedererlernung aller Funktionen. Dieses geschieht über die Verbesserung der Haltungskontrolle und die Anregung selektiver Bewegungen.

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