Gefäßtraining

Zur Unterstützung der Kollateralbildungen des Körpers wird beim Gefäßtraining neben der obligatorischen Fußgymnastik individuell dosiertes Gehtraining durchgeführt  (Kollateralbildung bedeutet, dass der Körper neue Blutbahnen, quasi kleine „Umgehungen“ bildet, um das Gewebe zu versorgen). Dazu finden statt:

1. Belastungstest

  • Gehgeschwindigkeit nach individuellem Gehtempo des Patienten gerichtet (Alter, Herzprobleme, ...), meist 90 Schritte pro Minute
  • Tempoangabe durch Metronom
  • Patient geht, bis er den Ischämieschmerz verspürt
  • Registrierung des Ischämieschmerzes:
    - Oberschenkel rechts/links
    - Wade rechts/links
    - Fuß rechts/links

Wichtig: Abgrenzung andersartiger Schmerzen, wie z. B. Gelenkschmerzen, Wirbelsäulenschmerzen, Nervenschmerzen

2. Claudicatiotraining

Der Patient geht zwei Drittel der maximalen Gehstrecke im entsprechenden Tempo. Nach einer Pause von 3 bis 5 Minuten wiederholt er die Gehstrecke noch einmal. Jede Woche wird die Gehstrecke überprüft.

3. Steigerung

Überschreitet die Trainingsstrecke 200 Meter, kann nach Rücksprache mit dem Arzt das Gehtempo gesteigert werden bzw. bei 50 Watt Belastbarkeit kann der Patient Gehtraining auf dem Laufband (12 % Steigung, 3km/h) absolvieren.

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